Foto: Thomas Brenner

Wir erhalten uns gesund, wenn wir aktiv und entspannt sind und uns wohlfühlen. Ihr Arbeitsplatz bietet dafür gute Voraussetzungen. Sie sind aktiv und Ihre Arbeit bietet Ihnen abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten wie Sitzen, Laufen oder Stehen. Der aktive Wechsel der Positionen fördert die Durchblutung, ernährt die Bandscheiben und versorgt den Körper mit Sauerstoff. Natürlich gibt es Situationen die ungünstige Körperhaltungen begünstigen. Diese sollten durch die Nutzung ergonomischer Hilfsmittel reduziert werden.
Viel wichtiger ist es aber, dass Sie selbst zur Entlastung Ihrer Wirbelsäule beitragen. Wechseln Sie zum Beispiel häufiger die Positionen und finden Sie Ihre eigne Strategie ungünstige Körperhaltungen, wie Bücken oder Heben zu vermeiden.

Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen. Sie dienen lediglich als Orientierung – finden Sie je nach Bedarf Ihre eigene Lösung!

Tipps zum rückengerechten Alltag:

Ergonomisch denken und handeln:

Überlegen Sie sich stets wie Sie Tätigkeiten rückengerechter ausführen können und Sie Ihren Körper gleichmäßig belasten.

Beispiel
Die gebeugte Haltung beim Ankleiden der Kinder belastet die Rückenmuskulatur und die Bandscheiben stark. Greifen Sie auf Anziehhilfen, wie Treppen und ergonomische Stühle zurück. Leiten Sie zudem die Kinder an, sich weitestgehend selbständig anzuziehen. Vermeiden Sie eine gebeugte Haltung.

Rückenentlastung:

Vermeiden Sie schweres Heben. Schwere Gegenstände lassen sich eventuell Ziehen oder schieben. Nutzen Sie Hilfsmittel zum Transport vom Materialien oder bitten Sie um Hilfe. Verteilen Sie die Last dadurch auf mehrerer Schultern.

Sollten Sie die Kinder dennoch hochheben müssen, dann versuchen Sie dies körpernah. Je näher ein schwerer Gegenstand am Körper ist, umso weniger Kraft muss aufgewendet werden.

Aufrichten:

Versuchen Sie so oft wie möglich in einer aufrechten Haltung zu arbeiten. Dies entlastet Ihre Wirbelsäule und entspannt den Schulter-Nacken-Bereich. Halten Sie stets den Kopf gerade und sitzen Sie aufrecht. Sollte Ihnen eine aufrechte Haltung nicht möglich sein, stehen Sie öfter auf und strecken sich.

Ausrichtung des Körpers:

Richten Sie Ihren Körper stets zur Arbeitsrichtung aus. Dadurch werden Verdrehungen der Wirbelsäule vermieden und die Belastung auf den Rücken reduziert.

Positionswechsel:

Vermeiden Sie einseitige Belastungen und starre Haltungen. Die beste Entlastung erzielen Sie durch ständig wechselnde Positionen. Damit stärken Sie die Durchblutung Ihrer Muskulatur und versorgen Sie optimal mit Sauerstoff. Verspannungen können dadurch vermieden oder vermindert werden.

Ausführlichere Informationen können Sie unter „Rückengerecht arbeiten in der Kita“, der BGW (2018) nachlesen.

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