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Glücksmomente für Jung und Alt – Kita Christuskirche schlägt eine Generationsbrücke mit Pflege- und Altenheim

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Sie bauen als erste Einrichtungen in Ludwigshafen eine Generationsbrücke: die Kita Christuskirche aus Mundenheim und das Evangelische Alten- und Pflegeheim in der Gartenstadt. Die Kinder besuchen einmal im Monat das Seniorenzentrum, wo beide Altersgruppen miteinander basteln, backen oder einen Ausflug unternehmen. Das Ergebnis: Glücksmomente für Jung und Alt.

Wenn die 13 Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen in das Alten- und Pflegeheim kommen, werden sie schon erwartet. Die Tische sind für das Ostereier-Bemalen schon gerichtet, die ersten Seniorinnen bereits da. Schnell füllt sich der Raum mit weiteren Bewohnerinnen und Bewohnern.

Lernen, Wertschätzung und Herzenswärme

Ursula Hannemann genießt das Zusammensein sehr. „Es ist einfach eine Freude mit den Kindern“, sagt die Seniorin. „Ich nehme es auf wie ein Geschenk.“ Heute sitzt sie neben Paul, der ganz eifrig ein Osterei nach dem anderen mit Farbe verschönert. Ursula Hannemann schaut ihm zu, versucht selbst, ein Ei zu verzieren. Dann diskutieren beide, welche Farbe gut zu Ostereiern passt.

Die Kinder haben keine Berührungsängste, kommen schnell mit den Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. Beide Altersgruppen begegnen sich offen, respektvoll und wertschätzend. Die Kinder lernen bei diesen Begegnungen, dass es pflegebedürftige, an Demenz erkrankte oder auch einsame ältere Menschen gibt. Die Seniorinnen und Senioren staunen, wie konzentriert die Kleinen „arbeiten“. Sie bringen den Fünf- und Sechsjährigen Aufmerksamkeit und viel Herzenswärme entgegen.

Gemeinsame Aktivitäten verbinden die Generationen

Treibende Kraft der Ludwigshafener Genrationsbrücke ist Stefanie Panagopoulos, stellvertretende Leiterin der Kita Christuskirche. „Ich finde es wichtig, dass die Kleinen von den Großen lernen und die Großen von den Kleinen“, sagt sie. Als das Angebot kam, das Konzept der Generationsbrücke in einer kostenfreien Fortbildung kennenzulernen, war sie begeistert. Eine Mitstreiterin fand sie mit ihrer Kollegin Victoria Ulrich und mit dem Evangelischen Alten- und Pflegeheim Gartenstadt einen aufgeschlossenen und verlässlichen Partner. Hier wollten ebenso zwei Mitarbeiterinnen das Projekt tragen und bildeten sich für das Konzept weiter. Die Fortbildung vermittelte unter anderem, welche Aktivitäten für beide Generationen geeignet sind und zum Gespräch anregen, damit sie sich kennenlernen.

Das Konzept ist auf wachsende persönliche Beziehungen ausgerichtet. Deshalb treffen sich immer dieselben Vorschulkinder mit meist denselben Seniorinnen und Senioren. Alle – Jung und Alt – sind freiwillig und mit Spaß dabei. Erzieherin Stephanie Panagopoulos berichtet, dass die Kinder ihren Eltern von den Besuchen im Altenheim erzählen und fragen, wann sie wieder dort sind. Sie und Sozialdienst-Leiterin Severine Veil sind sich einig: Die Generationsbrücke klappt gut. „Es ist ein Selbstläufer“, meinen beide. Die nächsten Male unternehmen Kinder und Ältere einen kleinen Ausflug, bereiten Blockschokolade zu und wollen zusammen kochen.

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