Foto: Verbund/Wagner Zum Jahresbeginn 2016 haben die protestantischen Kirchengemeinden in Ludwigshafen und Altrip ihre Verantwortung für die Kitas an einen gemeinsamen Träger übertragen. Am vergangenen Sonntag feierte der Kita-Verbund sein zehnjähriges Bestehen – mit Mitarbeitenden sowie Vertreterinnen und Vertretern von Kirche und Stadt.
Welche Rolle die protestantischen Kitas spielen, verdeutlichte Pfarrer Frank Wolf, der die theologische Leitung für den Kita-Verbund innehat. Die Kirche schaue nicht nur auf die eigene Gemeinschaft, sagte er. Ihr Auftrag sei es, Verantwortung für die ganze Stadt zu übernehmen und zu Frieden, Gerechtigkeit und einem gelingenden Leben beizutragen. Das andauernde Ziel bleibe, „das Beste der Stadt zu suchen“.
Wie sich die Arbeit in den protestantischen Kitas daran orientiert, legte Wolf an Beispielen dar: „Das Beste der Stadt zeigt sich in Kindern, die gehört werden, in gesunden Mitarbeitenden, in Fachkräften, die lernfähig bleiben, in Räumen, in denen Kinder wachsen, und in einer Gemeinschaft, in der Verschiedenheit nicht zur Ausgrenzung führt.“ Als aktuell drängendste Frage formulierte er: „Was können wir tun, damit Kinder noch besser erleben, wie wichtig gemeinsame Entscheidungen in demokratischen Strukturen sind?“
Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) dankte den protestantischen Kitas „für Ihren wichtigen Beitrag in dieser Stadt“. Er würdigte die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher als „unschätzbaren Wert“. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Rahmenbedingungen für Kitas in den letzten zehn Jahren schwieriger geworden seien. Umso wichtiger sei ein gutes Zusammenspiel von Stadt, kirchlichen und freien Kita-Trägern.
Beim Festgottesdienst in der Apostelkirche gab es zum Abschluss eine Überraschung: Die Leitungen der 20 protestantischen Kitas in Ludwigshafen und Altrip dankten dem Träger-Team mit einem Geschenk und lobenden Worten. Der Träger sei ein Partner, „der zuhört, unterstützt, Entscheidungen mitträgt und dann auch noch nach Lösungen sucht, wenn die Wege nicht einfach sind“. Er sei das verbindende Glied, biete Vertrauen, Unterstützung und Verlässlichkeit, Rückhalt und den Mut, neue Wege zu gehen.



